Medienkompetenz für Alle

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) unterstützt mit seinem Projekt „Netzwerk Bibliothek Medienbildung“ bei der Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz. Ziel ist die Stärkung der Bibliotheken als Orte der Medienbildung in der Bildungslandschaft.
Nähere Infos zum Projekt: https://netzwerk-bibliothek.de

Das Projekt setzt auch auf Multiplikator*innen und stellt auf seiner Website Konzepte und Lehrmaterialien für medienpädagogische Workshops bereit: https://netzwerk-bibliothek.de/de_DE/lehrmaterialien
Einfacher geht es eigentlich nicht: aus den Modulen lassen sich diverse Workshop-Abläufe zusammenzustellen – von der Methode bis zum Arbeitsblatt liegt alles vor.

Teste deine digitale Nachrichten- und Informationskompetenz

Die Stiftung Neue Verantwortung hat eine aktuelle Studie zur digitalen Nachrichten- und Informationskompetenz der Deutschen veröffentlicht – die Ergebnisse sind hochspannend!

Mindestens genauso spannend ist auch der Selbsttest ganz am Ende der Seite (nach der Zusammenfassung der Studienergebnisse): https://www.stiftung-nv.de/de/publikation/quelle-internet-digitale-nachrichten-und-informationskompetenzen-der-deutschen

Der Test ist richtig gut gemacht und nicht ganz ohne – in jedem Fall fühlte ich mich danach kompetenter 😉 – mitmachen lohnt sich sehr.

Das Projekt „Digitale Nachrichten- und Informationskompetenz“ wird unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und der Landesanstalt für Medien NRW (LFM NRW).

Zukunft den „Human-Digitalisten“

Im Podcast „Detektei Zukunft“ des Medieninnovationszentrums Babelsberg (MIZ) kommt in Folge 10 der Zukunftsforscher Matthias Horx zu Wort. Es geht um die Zukunft des Medienbereichs und welchen Einfluss der aktuelle Medienkonsum auf die Gesellschaft hat. Sowohl seine „Anamnese“ des Ists („Hypermedialität“) als auch seine Einschätzung zukünftiger Entwicklungen („Digitale Revision“) sind hochspannend und absolut hörenswert.

Direkt zum Podcast: https://www.miz-babelsberg.de/mediathek.html#podcast
(die ersten 9 1/2 Minuten sind situationsbedingt der Zukunft mit bzw. nach Corona gewidmet)

Goodbye WhatsApp – Hello Signal and Threema

Auch wenn sich die Datenschutzbestimmungen von WhatsApp zukünftig nicht signifikant ändern (in Europa auch dank der DSGVO) scheint der Wechselwille zu einem sicheren Messenger wie Signal oder Threema derzeit ungebrochen zu sein.

Warum das so ist, erläutern die nachfolgenden Artikel: 
Was ist passiert: 
Neue WhatsApp-AGB: Shoot the Messenger (netzpolitik.org) 
Whatsapp-Nutzungsbedingungen: Jetzt zu Signal und Threema wechseln – Digital – SZ.de (sueddeutsche.de) 
Wie ich von Whatsapp zu Signal wechselte (Nützes Gedöns VI.) | heise online 
Hintergründe zu Telegram: Messenger: Mehrfach bedenklicher Telegram-Boom – news.ORF.at 

Soziales Engagement und Nachhilfe in Einem

Die Plattform Corona-School bringt Schüler und Studierende zusammen. Was für die Studierenden soziales Engagement ist, ist für die Schülerinnen kostenlose digitale Nachhilfe. 

Die Corona-School e.V. ist eine gemeinnützige Initiative mit dem Ziel mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen und Schüler*innen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrem sozialen Status zu fördern. 

Die Corona School wird nach eigenen Angaben durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, SAP, die Santander Universitäten, die Hertie-Stiftung, VINCI-Stiftung und die Deutsche Bahn Stiftung gefördert. (wikipedia

Direkt zur Plattform: www.corona-school.de

Fake News und die Erwartungen an die Schule

Zum Ende des Jahres hat die Vodafone-Stiftung eine kleine Studie „DIE JUGEND IN DER INFODEMIE – Eine repräsentative Befragung zum Umgang junger Menschen in Deutschland mit Falschnachrichten während der Coronakrise“ veröffentlicht.
Auf 14 Seiten mit vielen interessanten Infografiken wird beleuchtet, wie junge Menschen mit Falschnachrichten umgehen bzw. auf sie reagieren. Auf Seite 12-13 werden konkret die Erwartungen an Bildungseinrichtungen präsentiert.

Direkt zur Studie: https://www.vodafone-stiftung.de/desinformation-jugend-coronakrise/

Internet für Kinder – Seitenstark vernetzt rund 60 bunte Kinderseiten

Die Website https://seitenstark.de/ „ist ein Netzwerk von Internetseiten für Kinder mit hohen Qualitätsansprüchen. Alle gemeinsam präsentieren eine bunte Kinderseitenlandschaft mit vielseitigen Lern- und Mitmachangeboten.“ 
Aufgeteilt ist die Plattform in einen Einstiegsbereich für Kinder und einen Bereich mit Angeboten, Tipps und Hintergründen für Eltern und Lehrkräfte. Der Einstiegsbereich für Kinder führt vom Wissensquiz über Onlinespiele bis zu Kindernachrichten und ist auf jeden Fall ein guter Startpunkt fürs kindgerechte Surfen im Netz. Einziger Nachteil: die Kinder können schnell verloren gehen. Die Kinderseiten werden jeweils in neuen Browser-Tabs aufgerufen, was das Vor- und Zurücknavigieren etwas erschwert. 

Online-Eltern-Seminare 2020

 „Wie lange, wie oft und was? Medienerziehung ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein großes Thema in der Familie, hat aber an Aktualität gewonnen. Lernvideos auf Videoplattformen sind das Eine, der ständige Austausch mit Freunden beim Fortnite spielen ist das Andere. Unsere Eltern-Medien-BeraterInnen geben hier Rat, Hilfe und Unterstützung – wegen der Beschränkungen für Veranstaltungen in Schulen als Online-Eltern-Seminare. Hier ein Überblick über alle Themen und Termine bis zum Jahresende 2020. Melden Sie sich an! Die Seminare sind kostenlos und dauern jeweils 60 Minuten. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.“ https://eltern-medien-beratung.de/online-eltern-seminare 
ELTERN MEDIEN BERATUNG ist ein Angebot der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. 

Was ist Informations- und Nachrichtenkompetenz?

„Mit der Digitalisierung hat sich die Mediennutzung grundlegend verändert. Informations- und Nachrichtenkompetenz ist deshalb für einen selbstbestimmten, bewussten und kritischen Umgang mit Medien essentiell.“ sagt Dr. Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

Die mabb steht für Medienvielfalt und fördert z. B. Medienkompetenzprojekte. Sie gestaltet aber auch Veranstaltungen zur Informations- und Nachrichtenkompetenz. Im September bin ich auf dieses Panel beim Media Convention Berlin Impact Day gestoßen: Do it yourself? Informations- und Nachrichtenkompetenz zwischen (außer)schulischem Curriculum, Eigenverantwortung und journalistischer Sorgfaltspflicht: https://20.mediaconventionberlin.com/en/session/do-it-yourself-informations-nachrichtenkompetenz-zwischen-ausserschulischem-curriculum

Ich frage mich, ist „Informations- und Nachrichtenkompetenz“ das gleiche wie „Medienkompetenz“? Und wie wird Informations- und Nachrichtenkompetenz genau definiert? Ich habe mal reingeschaut, zugehört und Antworten auf meine Fragen bekommen:

Offenbar kommt der Begriff der „Medienkompetenz“ noch aus der Fernsehwelt, sodass er im Zeitalter des Internets „an Schärfe verloren hat“, sagt Kristian Kunow von der mabb. Um der Informationsflut gerecht zu werden, braucht es explizit „Informations- und Nachrichtenkompetenz“. Und das bedeutet :

  • ich brauche die Fähigkeiten eines Journalisten
  • ich brauche die Fähigkeiten eines Kommunikationswissenschaftlers
  • ich brauche die Fähigkeiten eines FactCheckers
  • ich brauche die Fähigkeiten eines Debatteurs (ich kenne die Regeln einer Debatte)
  • und ich habe das Bewusstsein dafür, wenn ich etwas weiterverbreite.

Shakuntala Banerjee (ZDF) ergänzt: „es kommt auch darauf an, wer sich wieviel Zeit nimmt und wer sich wie schnell mitreißen lässt.“

Klingt plausibel und hilfreich und empfohlen wird für Schulen z. B. das Projekt: Journalismus macht Schule (darüber hatte ich im letzten Oktober mal berichtet: https://medienkompetenz-macht-schule.info/2019/10/01/journalismus-macht-schule/)

Wie streame ich klimafreundlich?

  • auf das Videostreaming mobil (vor allem aus dem 3G-Netz) verzichten
  • Ultra-HD-Auflösung vermeiden
  • Auto-Play-Funktion ausstellen

An einem #FridayForFuture bin ich auf einen interessanten Artikel auf netzpolitik.org zu Co2-Emissioen durch Videostreaming gestoßen: https://netzpolitik.org/2020/studie-zu-co2-emissionen-videostreaming-ist-am-umweltschaedlichsten-im-3g-netz#vorschaltbanner

Dieser berichtet von einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes und verlinkt auch zur Pressemeldung, die wiederum Hintergrundinformationen zur Klimawirkung von Videostreaming & Co. enthält.