Internet für Kinder – Seitenstark vernetzt rund 60 bunte Kinderseiten

Die Website https://seitenstark.de/ „ist ein Netzwerk von Internetseiten für Kinder mit hohen Qualitätsansprüchen. Alle gemeinsam präsentieren eine bunte Kinderseitenlandschaft mit vielseitigen Lern- und Mitmachangeboten.“ 
Aufgeteilt ist die Plattform in einen Einstiegsbereich für Kinder und einen Bereich mit Angeboten, Tipps und Hintergründen für Eltern und Lehrkräfte. Der Einstiegsbereich für Kinder führt vom Wissensquiz über Onlinespiele bis zu Kindernachrichten und ist auf jeden Fall ein guter Startpunkt fürs kindgerechte Surfen im Netz. Einziger Nachteil: die Kinder können schnell verloren gehen. Die Kinderseiten werden jeweils in neuen Browser-Tabs aufgerufen, was das Vor- und Zurücknavigieren etwas erschwert. 

Online-Eltern-Seminare 2020

 „Wie lange, wie oft und was? Medienerziehung ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein großes Thema in der Familie, hat aber an Aktualität gewonnen. Lernvideos auf Videoplattformen sind das Eine, der ständige Austausch mit Freunden beim Fortnite spielen ist das Andere. Unsere Eltern-Medien-BeraterInnen geben hier Rat, Hilfe und Unterstützung – wegen der Beschränkungen für Veranstaltungen in Schulen als Online-Eltern-Seminare. Hier ein Überblick über alle Themen und Termine bis zum Jahresende 2020. Melden Sie sich an! Die Seminare sind kostenlos und dauern jeweils 60 Minuten. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.“ https://eltern-medien-beratung.de/online-eltern-seminare 
ELTERN MEDIEN BERATUNG ist ein Angebot der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. 

Was ist Informations- und Nachrichtenkompetenz?

„Mit der Digitalisierung hat sich die Mediennutzung grundlegend verändert. Informations- und Nachrichtenkompetenz ist deshalb für einen selbstbestimmten, bewussten und kritischen Umgang mit Medien essentiell.“ sagt Dr. Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

Die mabb steht für Medienvielfalt und fördert z. B. Medienkompetenzprojekte. Sie gestaltet aber auch Veranstaltungen zur Informations- und Nachrichtenkompetenz. Im September bin ich auf dieses Panel beim Media Convention Berlin Impact Day gestoßen: Do it yourself? Informations- und Nachrichtenkompetenz zwischen (außer)schulischem Curriculum, Eigenverantwortung und journalistischer Sorgfaltspflicht: https://20.mediaconventionberlin.com/en/session/do-it-yourself-informations-nachrichtenkompetenz-zwischen-ausserschulischem-curriculum

Ich frage mich, ist „Informations- und Nachrichtenkompetenz“ das gleiche wie „Medienkompetenz“? Und wie wird Informations- und Nachrichtenkompetenz genau definiert? Ich habe mal reingeschaut, zugehört und Antworten auf meine Fragen bekommen:

Offenbar kommt der Begriff der „Medienkompetenz“ noch aus der Fernsehwelt, sodass er im Zeitalter des Internets „an Schärfe verloren hat“, sagt Kristian Kunow von der mabb. Um der Informationsflut gerecht zu werden, braucht es explizit „Informations- und Nachrichtenkompetenz“. Und das bedeutet :

  • ich brauche die Fähigkeiten eines Journalisten
  • ich brauche die Fähigkeiten eines Kommunikationswissenschaftlers
  • ich brauche die Fähigkeiten eines FactCheckers
  • ich brauche die Fähigkeiten eines Debatteurs (ich kenne die Regeln einer Debatte)
  • und ich habe das Bewusstsein dafür, wenn ich etwas weiterverbreite.

Shakuntala Banerjee (ZDF) ergänzt: „es kommt auch darauf an, wer sich wieviel Zeit nimmt und wer sich wie schnell mitreißen lässt.“

Klingt plausibel und hilfreich und empfohlen wird für Schulen z. B. das Projekt: Journalismus macht Schule (darüber hatte ich im letzten Oktober mal berichtet: https://medienkompetenz-macht-schule.info/2019/10/01/journalismus-macht-schule/)

Wie streame ich klimafreundlich?

  • auf das Videostreaming mobil (vor allem aus dem 3G-Netz) verzichten
  • Ultra-HD-Auflösung vermeiden
  • Auto-Play-Funktion ausstellen

An einem #FridayForFuture bin ich auf einen interessanten Artikel auf netzpolitik.org zu Co2-Emissioen durch Videostreaming gestoßen: https://netzpolitik.org/2020/studie-zu-co2-emissionen-videostreaming-ist-am-umweltschaedlichsten-im-3g-netz#vorschaltbanner

Dieser berichtet von einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes und verlinkt auch zur Pressemeldung, die wiederum Hintergrundinformationen zur Klimawirkung von Videostreaming & Co. enthält.

Bewegtbild boomt

Wie Kinder und Jugendliche – die sogenannte GenZ – Bewegtbild (TV und Streaming) nutzen, verrät eine neue Studie der AGF Videoforschung GmbH (Arbeitsgemeinschaft Videoforschung – Zusammenschluss von Fernseh- und Streaminganbietern in Deutschland, die im Auftrag den deutschen Bewegtbildmarkt untersucht (Einschaltquoten)).

Auf der Suche nach Identifikation suchen sich Kinder ihre Helden und Vorbilder im Fernsehen und Jugendliche später in den sozialen Netzwerken. Natürlich entscheidet auch die Wahl der Plattform, auf welche Helden und Vorbilder sie dort treffen. Kinder und Jugendliche sind für den Bewegtbildmarkt eine der wichtigsten Zielgruppen. Die Studie dient den Plattformen zu verstehen, wo und wie die Kinder und Jugendlichen „zuhause sind“ und wie sie erreicht werden können.

Neben den Erkenntnissen, dass z. B.
▪ 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen täglich Videos im Fernsehen oder im Netz schauen und
▪ YouTube, Netflix, Amazon Prime und TikTok dabei zu den Hauptplattformen gehören
gibt die Studie auch Eltern Aufschluss über viele weitere Realitäten. Z. B. dass die Mediennutzung der Eltern den Medienkonsum der Kinder und Jugendlichen stark prägt.

Im Wohnzimmer meiner Eltern stand im Bücherregal eine Postkarte mit dem Spruch „Fernsehen macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger“. 😉

Zur Studie: https://viewtime.agf.de/fileadmin/agf/downloads/AGF_GenZ_Pra__sentation_Ergebnisse.pdf

Zur Pressemeldung: https://viewtime.agf.de/fileadmin/agf/downloads/PM_AGF_-_AGF_GenZ_Videostudie_20.07.2020.pdf

Und ein Videoformat gibt es natürlich auch:
https://viewtime.agf.de/
Hier sprechen die Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF und ein Chief Revenue Officer von SuperRTL über die Ergebnisse der Studie

wirlernenonline.de – Suchmaschine für freie Bildungsinhalte

wirlernenonline.de ist im Grunde Google für Lehrende. Eine Suchmaschine von Wikimedia Deutschland mit der sich freie Lern- und Lehrmaterialien (Arbeitsblätter, Tutorials, etc.) recherchieren – vor allem aber frei nutzen – lassen. Alle Suchtreffer stehen unter freien Lizenzen, d. h. sie können bedenkenlos genutzt und geteilt werden.

Auf wirlernenonline.de werden Bildungsmaterialien gesammelt und strukturiert, um sie für Lehrende bereitzustellen, die dann gezielt auf ein redaktionell erstelltes Angebot zugreifen können. Redaktionell betreut wird die Wikimedia-Mitmach-Aktion von einem Team aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Menschen.

Nähere Informationen: https://netzpolitik.org/2020/eine-suchmaschine-fuer-freie-bildungsinhalte/

Direkt zur Suchmaschine: https://wirlernenonline.de/ (noch ist die Seite im Beta-Stadium – bitte nicht abschrecken lassen ;-))

Faszination „Brawl Stars“

Das kostenlose Online-Spiel Brawl Stars ist sowohl bei den Kleinsten aber auch bei den Großen sehr beliebt. Ein Kind erklärt das Spiel so: man spielt mit verschiedenen Charakteren (Brawlern) gegeneinander. Ziel ist es, eine Runde (Juwelenjagd, Showdown, Tresorraub, etc.) zu gewinnen, um Trophäen und Belohnungen zu bekommen. Es gibt verschiedene Rankings für die besten Spieler und ihre Clubs.

Wie Medienpädagog*innen das Spiel erklären und was beim Spielen zu beachten ist, teile ich in meinen nachfolgenden Recherchen:
https://www.klicksafe.de/service/aktuelles/news/detail/trendspiel-brawl-stars-das-sollten-eltern-wissen/
https://www.handysektor.de/artikel/video-brawl-stars-im-app-test/
https://www.spieleratgeber-nrw.de/Brawl-Stars.5809.de.1.html

Fazit: Brawl Stars ist spaßig und harmlos als Zeitvertreib 😉
Vorsicht nur: bei Brawl Stars sind sogenannte In-App-Käufe möglich, d. h. es gibt die Versuchung mit echtem Geldtransfer seinen Erfolg zu steigern. Da es immer weiter geht, ist ein Suchtfaktor durchaus auch gegeben. Beides lässt sich aber regeln, z. B. funktionieren In-App-Käufe ohne Verbindung des App-Stores zu Möglichkeiten des Geldtransfers (Kreditkarte, etc.) nicht und das Spielen kann auf eine Anzahl von Runden oder durch eine vorher vereinbarte Spielzeit begrenzt werden.
Und zu guter Letzt: für den Austausch im Chat mit Freunden und „Freunden“ gilt wie immer darauf zu achten, keine persönlichen Angaben zu teilen.

Online spielen gegen physical-distancing

Weil in Zeiten von physical-distanzing für viele Jugendliche soziale Kontakte zu den Freunden bzw. der Peergroup fehlen, bekommen Online-Spiele eine vollkommen neue Bedeutung und sind eine gute Gelegenheit gemeinsam Zeit zu verbringen und in Kontakt zu bleiben. SCHAU HIN bietet einen kompakten Überblick worum es bei Online-Spielen geht und was wir Eltern beachten können. Verlinkt wird hier unter dem Aspekt des Jugendschutzes auch auf einen Spiele-Ratgeber: https://www.schau-hin.info/grundlagen/onlinespiele-worauf-muss-ich-achten

Das Online-Spiele auch noch mehr zu bieten haben, zeigt der Artikel von futurezone (Technologie-News des Kurier (AT)) „Spielen für den Klimaschutz“. „Die riesige Reichweite von Videospielen wird zunehmend genutzt, um über Nachhaltigkeit und den Klimawandel aufzuklären.“ https://futurezone.at/games/spielen-fuer-den-klimaschutz/400590977

Und dann hat’s „zoom“ gemacht

Die halbe Welt nutzt derzeit zoom – so mittlerweile auch wir. Die Kritik an zoom wird lauter und dennoch scheint sie seiner Popularität nicht zu schaden. Wie auch? In der Krise braucht es schnelle und gut funktionierende Lösungen und ja, nicht jede*r hat sicherheitsrelevante Dinge zu besprechen. Das Ausmaß der Datenweitergabe und die bekannten und unbekannten Sicherheitslücken haben mir allerdings zu denken gegeben:
https://www.riffreporter.de/vr-reporterin/dank-zoom-kann-dein-computer-zum-spionage-tool-werden/
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/videochat-im-vergleich-ist-zoom-am-unsichersten
https://www.kuketz-blog.de/zoom-uebermittelt-personenbezogene-daten-an-drittanbieter/

Dennoch möchte ich auch hilfreiche Sicherheitstipps (die mir in meinen Recherchen untergekommen sind) zur Nutzung von zoom teilen:
https://www.heise.de/tipps-tricks/Zoom-Sicherheitstipps-fuer-Videokonferenzen-4699394.html
https://unterrichten.digital/2020/03/22/zoom-videokonferenzen-funktionen/
hier gibt es auch eine Übersichtskarte für Lehrpersonen direkt zum Download:
https://unterrichten.digital/wp-content/uploads/2020/03/Hinweise-f%C3%BCr-sicherere-Zoom-Meetings.pdf

Und wer jetzt keine Lust mehr auf zoom hat, findet natürlich wie immer Alternativen: https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-homeoffice-tipps#2

Nachtrag vom 25.4.2020 – In einem Tweet habe ich gelesen, dass bigbluebutton auch eine gute Alternative ist: https://twitter.com/kuketzblog/status/1253766062287527938?s=19

Nachtrag vom 10.11.2020 – Zoom verschlüsselt jetzt Ende-zu-Ende: https://blog.zoom.us/de/zoom-rolling-out-end-to-end-encryption-offering/ – im Beitrag wird erklärt, wie man die Verschlüsselung aktiviert für eine sichere Videokonferenz. 

Statt „doodle“ nutz „nuudel“

nuudel ist eine super Alternative zur Datenkrake doodle. Abstimmungen und Terminumfragen sind damit absolut datenschutzkonform und trotzdem sehr komfortabel möglich. Einfach nutzen: https://nuudel.digitalcourage.de/

Und für alle, die genau wissen wollen was nuudel von doodle unterscheidet: https://digitalcourage.de/blog/2019/poll-tool-umfragen-termine